5089: Karin Baal ist tot.

Die ungelernte sechzehnjährige Schauspielerin Karin Baal hatte 1956 ihren Durchbruch in Georg Tresslers „Die Halbstarken“ (nach einem Buch von Will Tremper). An der Seite von Horst Bucholz störte sie den Wiederaufbaufrieden der jungen Bundesrepublik. Aber solche Stücke wollte der deutsche Film im Wesentlichen nicht, zu aufmüpfig. So war die Unterschichten-Blondine dann überwiegend im Fernseh-Vorabendprogramm, in Edgar Wallace-Filmen und in „Tatorten“ zu sehen. Eine deutsche Jean Seberg konnte sie nicht werden. Später besetzte Rainer Werner Fassbinder sie in „Berlin Alexanderplatz“ und „Lola“. 2018 erhielt sie den Götz George-Preis. Karin Baal ist in ihrer Heimatstadt Berlin gestorben (Willi Winkler, SZ 2.12.24).

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