Fünf Wochen nach der hessischen Landtagswahl gibt die CDU bekannt, dass sie nun nicht mehr mit den Grünen, sondern mit der SPD regieren will. Die alte Koalition hatte zehn Jahre lang regiert. Insofern ist die CDU-Entscheidung eine gegen die Grünen. Ministerpräsident Boris Rhein hatte mit 34,6 Prozent 7,6 Prozentpunkte mehr geholt als bei der letzten Wahl und befand sich in der komfortablen Position, sich einen Koalitionspartner auszusuchen. Die SPD (15,1 Prozent) war der eigentliche Verlierer des Wahl. Bundesinnenministerin Nancy Faeser will in Berlin bleiben und nicht in das hessische Kabinett eintreten. Die Zusammenarbeit zwischen Union und GRünen war am Ende immer schwieriger geworden. So konnte man sich nicht auf einen Abschlussbericht über die rassistischen Morde von Hanau 2020 einigen. Die Grünen mussten den dritten Terminal für den Frankfurter Flughafen und die Rodung des Dannenröder Forsts schlucken (Kathrin Müller-Lancé, SZ 11./12.11.23).