4164: Keinen Cent mehr für ARD und ZDF

18,36 Euro zahlt jeder Haushalt in Deutschland für ARD (plus Deutschlandradio) und ZDF pro Monat. Für all die Serien, Podcasts, Hörspiele, Nachrichten, Orchester, Kinderfilme, Radiosendungen, Tweets, Late Night Shows und Dokumenetationen. Bei dieser Gebührenfestsetzungsrunde aber bitte keinen Cent mehr.

„Im vergangenen Jahr ist erschreckenbd deutlich geworden, wie schlecht man in der ARD mit diesem Geld umgeht (zuletzt kamen mehr als acht Milliarden Euro zusammen). Da werden fischige Beraterverträge geschlossen, Doppel- und Triplestrukturen durchfinanziert, Prestigebauten geplant und Millionen verprasst für Menschen, die längst nicht mehr angestellt sind. Beim RBB etwa hat bis vor kurzem nur ein Arbeitstag als Direktor genügt, um eine lebenslange Absicherung von 8000 Euro im Monat zu haben. Die Bilanz ist also klar: Die ARD hat nicht zu wenig Geld, sie gibt es falsch aus. Und sie liefert all jenen, die sie loswerden wollen – und unabhängige Information gleich mit – selbst noch die Argumente.“

Der Unmut über eine Gebührenerhöhung käme den Gegnern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerade recht. Wer ARD und ZDF retten will, darf den Rundfunkbeitrag jetzt nicht erhöhen. „Und das ist doch ein wunderbarer Anlass zu internen Umbau- und Aufräummaßnahmen für alle ARD-Führungskräfte, denen Scham für das bisherige Missmanagement nicht reicht.“ (Laura Hertreiter, SZ 14./15.1.23)

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