3878: Wiedereinführung der Wehrpflicht

1. 2011 beschloss der Bundestag, die Wehrpflicht abzuschaffen. Verteidigungsminister war seinerzeit der Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

2. Für die Entscheidung gab es gute Gründe. a) die Wehrpflicht sei ungerecht, b) sie sei zu martialisch, c) vor allem aber zu wirkungslos und zu teuer. Vor allem das Argument c) erweist sich angesichts des russischen Vernichtungskriegs gegen die Ukraine als vollkommen falsch.

3. Unsere Verfassung gibt uns die Wahlmöglichkeit zwischen Wehr- und Ersatzdienst, der auch sehr wichtig ist.

4. Die Abschaffung der Wehrpflicht hat die Beziehung der Gesellschaft zu ihrer Armee, die in Deutschland nach 1945 noch nie besonders gut gewesen war, weiter verschlechtert.

5. Sie hat die Illusion genährt, dass nur noch andere Krieg führen müssen. Wir Pazifisten aber rufen „Frieden!“ (wie die Mützenich-SPD).

6. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht wurde das Kaputtschrumpfen der Armee fortgesetzt.

7. 1990 hatte die Bundeswehr noch 450.000 Soldaten, heute noch 183.000.

8. Von einstmals 5.000 Kampfpanzern sind noch 285 übrig.

9. Bei einer neuen Wehrpflicht könnte die Dienstzeit kurz sein, vielleicht ein halbes Jahr.

10. Auch Frauen gehören in die Armee (bei Grundgesetz-Änderung). Damit wäre sie kein piefiger, spießiger Ort mehr.

11. Diejenigen, die Wehrdienst leisten, müssen sich wohlfühlen. Auch damit ein paar von ihnen länger bleiben.

12. Soldaten werden zum Töten ausgebildet. Daran ändert sich nichts. Bewusst wird aber der Einsatz für die Demokratie.

13. Die Wehrpflicht würde die Bundeswehr wieder zum Teil des Lebens für viele Familien machen.

14. Wer Kinder in der Armee hat, geht besonders vorsichtig mit der Frage von Krieg und Frieden um.

15. In Israel ist man noch nie auf die Idee gekommen, die Wehrpflicht für Männer und Frauen abzuschaffen.

16. Die Freiheit ist uns so viel wert, dass wir dafür ein paar Monate opfern.

17. Krieg ist in Europa heute – leider – Realität.

18. Eine Wehrpflicht im Rahmen einer allgemeinen Dienstpflicht würde die Verhältnisse in der Kranken- und Altenpflege stark verbessern.

19. Der Dienst außerhalb der Armee ist genau so wichtig wie der innerhalb.

20. Jeder kann mit der sozialen Arbeit, die er leistet, dem Land etwas zurückgeben.

(Martin Machowecz, Zeit 12.5.22)

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