3303: Neuer Waffenfund bei Bundeswehrsoldaten

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass im öffentlichen Dienst (Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr) einige Gruppen von Rechtsextremisten tätig sind. Das erklärt womöglich einiges Versagen (NSU, Anis Amri usw.). Es ist brandgefährlich. Denn hier soll ja unsere innere und äußere Sicherheit gewährleistet werden.

Nun sind wieder Waffen, Munition und sogar ein Umsturzplan gefunden worden. Bei einem 21-jährigen Hauptgefreiten der Bundeswehr aus Glashütten im Hochtaunuskreis, der in Pfullendorf/Baden-Württemberg stationiert ist. Er ist von Spezialkräften der hessischen Polizei festgenommen worden. Arretiert wurden auch sein Vater und sein Bruder. Es wurde ein Manifest gefunden mit dem Titel „Wie man die Macht in Deutschland übernehmen könnte“. Die Ex-Freundin des Mannes hatte der Polizei einen Tipp gegeben.

Sichergestellt wurden umfangreiche Beweismittel: scharfe Waffen, diverse Munition, Spreng- und Explosivstoff. Die Bundeswehr erklärte, dass sie die Strafverfolgungsbehörden bei ihren Ermittlungen unterstützen würde. Zuletzt hatte mehrfach das Komando Spezialkräfte (KSK) im Zusammenhang mit Munitionsvorfällen Schlagzeilen gemacht. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte den Verband schließlich komplett durchleuchten lassen. Wir können ihr dabei nur Glück wünschen. Denn ihre Vorgänger*innen, zuletzt Ursula von der Leyen (CDU), waren an dem Vorhaben gescheitert. Wir müssen befürchten, dass es in der Bundeswehr rechtsextreme Netzwerke gibt. Das kann für die Bundesrepublik lebensgefährlich werden (Mike Szymanski, SZ 2.3.21).

Comments are closed.