3132: Kinder aus Patchwork-Familien sind schlechter in der Schule.

Wolfgang Ludwig-Mayerhofer, Nico Stawarz und Alexandra Wicht:

Familienkonstellation und Bildungserfolg. Welche Rolle spielen ökonomisches, kulturelles und Sozialkapital? In Soziale Welt 71 (3), 2020,

untersuchen anhand von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) den Schulerfolg. Dabei wurden „normale“ Familien, Patchwork-Familien und Alleinerziehende einbezogen. Ihr Ergebnis:

Kinder aus Patchwork-Familien schneiden in der Schule, insbesondere in Lesen und Mathematik, schlechter ab als andere Schüler.

Gründe sind ein geringeres ökonomisches Kapital und mangelnde Bildungsressourcen. Eltern geben ihren Kindern unterschiedliche Unterstützung für den Schulerfolg mit. Analysiert wurden neunte Klassen im Jahr 2014. Gerade beim durch die Schule empfundenen „Stress“ gibt es große Unterschiede. Bei den Kindern von Alleinerziehenden schneiden die Kinder von alleinerziehenden Vätern am schlechtesten ab. Die Eltern in vollständigen Familien haben mehr Bücher, höhere Bildungsabschlüsse und gehen häufiger ins Theater. Dort herrscht ein besseres „Familienklima“. Eine Scheidung oder Trennung ist für die davon Betroffenen mit hohem „Stress“ verbunden. Möglicherweise ist die Trennung von der Mutter traumatischer als die vom Vater. Genauer untersucht werden muss der Effekt von verschiedenen Erziehungsstilen (Gerald Wagner, FAS 8.11.20).

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