Mario Adorf ist neunzig Jahre alt. Er ist einer unserer bekanntesten und profiliertesten Schauspieler. Der Sohn eines sizilianischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs in der Eifel auf. Seine Schauspielausbildung erhielt er an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Bereits einer seiner ersten Filme brachte ihm 1957 den Durchbruch. „Nachts, wenn der Teufel kam“ in der Regie des Hollywood-Rückkehrers Robert Siodmak. Darin diente der vorgebliche Massenmörder Bruno Lüdke als Vorbild für den Plot, von dem sich herausgestellt hat, dass er gar kein Massenmörder war.
Adorf spielte im folgenden häufig „Schurken“, später erst „bessere Herren“, Industrielle und „Patriarchen“ wie den „großen Bellheim“. Er wirkte in 120 Filmen und Fernsehfilmen mit. Oft in der Regie des Regisseurs Dieter Wedel. Adorf war mit der Schauspielerin Lis Verhoeven verheiratet. Seit 1985 ist Monique Faye seine Frau.
Große Filme, in denen Mario Adorf mitgewirkt hat: „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957), „Das Mädchen Rosemarie“ (1958), „Das Totenschiff“ (1959), „Winnetou I“ (1963), „Eine Reise nach Wien“ (1973), „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1976), „Deutschland im Herbst“ (1978), „Die Blechtrommel“ (1979), „Lola“ (1981), „Kir Royal“ (1986), „Heimatmuseum“ (1988), „Der große Bellheim“ (1993), „Rossini“ (1997), „Der letzte Patriarch“ (2010), „Karl Marx“ (2018).