Mit „Flugasche“ (1981) hat sie unsere Herzen erobert. Eine große Schriftstellerin: Monika Maron. Auch noch mit „Stille Zeile Sechs“ (1991) oder „Animal Triste“ (1996). Sie kannte sich in der Liebe aus. Seither hat sie einen weiten Weg gemacht. Anscheinend politisch motiviert. Alle Rezensenten ihres neuen Romans „Artur Lanz“ (Verlag S. Fischer, 19,90 Euro) und ihre Interviewer haben sich um Fairness bemüht.
Aber Julia Encke schreibt in der FAS (9.8.20): „Wir leben in einem Land, so suggeriert es uns Maron allen Ernstes in ihrem toxischen Cocktail aus Selbstgerechtigkeit, Ressentiment und Machotum, in dem die Meinungsfreiheit wieder eingeschränkt wird wie in der DDR. … Wobei ‚uns‘ natürlich falsch ist. Nur die Männer. Die sollen wieder Helden werden und Männer sein dürfen. Am besten Biker-Typen. Die Frauen sind sowieso nur durchideologisierte Denunziantinnen im Genderwahn.“