2968: DFG löscht Beitrag von Dieter Nuhr.

Für den Kabarettisten Dieter Nuhr, 59, bedeutet Wissenschaft, eine „begründete Meinung zu haben“. „Wissenschaft ist gerade, dass sich die Meinung ändert, wenn sich die Faktenlage ändert.“ Wissenschaft sei „die einzig vernünftige Wissensbasis, die wir haben. Deshalb ist sie so wichtig.“

Das sehen nicht alle so.

Sie fühlen sich von Dieter Nuhr durch seine Kritik in einem Kommentar bei der DFG an Klimaaktivisten provoziert. Sie bezeichnen ihn als „Wissenschaftsleugner“ und nennen ihn in einem Atemzug mit dem Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen. Sie kritiseren die DFG, weil sie Dieter Nuhr die Möglichkeit zu einem Kommentar eingeräumt hat. Die DFG ist eingeknickt und hat Nuhrs Kommentar gelöscht.

Da rufen andere „Zensur“.

Für Dieter Nuhr ist die Löschung „nicht nur merkwürdig, sondern geradezu alarmierend“. „Es wurde bereits des Öfteren versucht, mich als Wissenschaftsfeind darzustellen, weil ich oft darauf hinweise, dass der Begriff der Wissenschaft nicht missbraucht werden darf, um eine absolute Wahrheit zu proklamieren“. Auch unter Klimawissenschaftlern gebe es zahllose gut begründete Szenarien. „Diese Tatsache zu erwähnen hat mir viel Ärger eingebracht. Es gibt weltweit – Stichwort cancel culture – zunehmend mächtiger werdende Versuche, kritische Stimmen mundtot zu machen. Die DFG hat sich dem nun angeschlossen. Das ist sehr bedenklich.“

In einem Brief an die DFG formuliert Dieter Nuhr: „Die DFG unterwirft sich den Krawallmachern, die im Internet systematisch an der Unterdrückung kritischer Stimmen arbeiten, die in der Mitte des politischen Spektrums stehen.“ (Curd Wunderlich, Welt 1.8.20)

Kommentar W.S.: Dieter Nuhr hat vollkommen recht.

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