Die Entwicklung insbesondere der westlichen Welt ist gegenwärtig gekennzeichnet davon, dass viele Gesellschaften nach rechts rücken: Trump (USA), Orban (Ungarn), Meloni (Italien), Vico (Slowakei), Wilders (Niederlande), Kickl (Österreich). Jochen Bittner (Die Zeit 16.1.25) macht uns überwiegend mit guten Argumenten darauf aufmerksam, dass es vorher überall lange einen Linksruck gegeben habe.
1. Der intellektuelle Diskurs wurde verdrängt von „wahren“ „progressiven“ Lehren.
2. Die Zeit liefe uns davon. Die anderen lebten immer noch in der falschen Welt. Die Moral gebiete uns eine schnelle und nachhaltige Veränderung.
3. Der Klimawandel wurde apokalyptisch verkündet.
4. Wir sollten uns nicht auf Pro-und-contra-Debatten einlassen; denn die zerstörten den wahren Diskurs.
5. In der Migrationsdebatte wurde nicht genau genug zwischen Flüchtlingen und Migranten unterschieden.
6. Die Corona-Pandemie hat die Konflikte überdeckt und verzerrt.
7. Das deutsche Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht es jedem, sein Geschlecht beliebig frei zu wählen und zu verändern.
8. Wer Bedenken äußert gilt als „Terf“ (trans exclusionary radical feminist“).
9. Tatsächlich brauchen wir „vielstimmige Institutionen“: Parteien, Redaktionen, Universitäten.
10. Im olympischen Boxring konnten physische Männer bei den Frauen gewinnen.
11. Es gab noch nie so wenig Einfluss der traditionellen Qualitätsmedien auf die Diskussionen.
12. Der Begriff „Remigration“ differenziert nicht zwischen abgelehnten Asylbewerbern und Migranten.
13. Verbreitet wurde das Motto: „Mehr Mut zur Demagogie.“
14. Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ kuschelt mit dem russischen Faschismus und pflegt den Antiamerikanismus der Rechten.