Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stimmten 37 Prozent der Befragten der Aussage zu, „Russland ist ein Land, mit dem sich die Bundesregierung besser gut stellen sollte“. Jeder Zweite äußerte sich dazu ablehnend. Im Osten Deutschlands stimmten mehr Menschen für einen vorsichtigen Umgang mit Russland als im Westen. Das hat auch mit Sorgen zu tun. Auf dem Gebiet der früheren DDR gibt es mehr Menschen, die Russland als Bedrohung empfinden. Unter den Wählern der AfD ist der Anteil derjenigen, die meinen, Deutschland solle sich mit Russland gut stellen, am größten.
63 Prozent aller Deutschen sehen Russland als Bedrohung. Die Sowjetunion, deren Machtzentrum Russland war, spielte eine prägende Rolle in der DDR. Diese war über Jahrzehnte wirtschaftlich, politisch und kulturell von der Sowjetunion abhängig. Die meisten ehemaligen DDR-Bürger sind auch der Meinung, dass das politische System der DDR für das berufliche Leben ihrer Bürger mehr Vor- als Nachteile hatte (SZ 25.7.23).