Die bayerische Landesanwaltschaft hat ein Disziplinarverfahren gegen den LMU-Professor für Kommunikationswissenschaft (Journalismus und Medienorganisation), Michael Meyen, eingeleitet. Wegen seines Engagements für die „Querdenker“-Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“. Dort schreibt Meyen bis heute eine Kolumne, nachdem er seine Herausgeberschaft wieder aufgegeben hat. Das bayerische Disziplinargesetz sieht Sanktionen vom Verweis bis zur Entlassung aus dem Dienst vor.
Für den Berliner Verfassungsschutz ist die Organisation, die hinter der Zeitschrift steht, „ein maßgeblicher Akteur für ‚verfassungschutzrelevante Staatsdelegitimierung‘.“ Dort gäbe es „Verschwörungserzählungen“ und „demokratiefeindliche Propaganda“. Die Bundesrepublik wurde bei der Corona-Pandemie als „terroristische Diktatur“ bezeichnet. Die Impfkampagne als „Infektionsgenozid“ gesehen. Ab Herbst möchte Meyen mit seiner Frau in der Oberpfalz eine „Freie Medienakademie“ einrichten“ (Sebastian Krass, SZ 18.7.23).