4303: CSU-Verkehrsminister haben die Bahn heruntergewirtschaftet.

Von 2009 bis 2021 hatten wir die Verkehrsminister

Peter Ramsauer, Alexander Dobrindt und Andreas Scheuer (Christian Schmidt spielte nur ein kurze Rolle).

Alle von der CSU. In dieser Zeit ist die Bahn hauptsächlich heruntergewirtschaftet worden. 1994 war die große Bahnreform gewesen. Seither wurden Bahnhöfe geschlossen, das Personal abgebaut, die Zahl der Weichen nahezu halbiert. Dabei spielten auch noch solche Unglücksfiguren wie Hartmut Mehdorn eine Rolle. 2018 kam heraus, dass die Bahn 16 Prozent ihres Schienennetzes stillgelegt hatte. Unsere Nachbarn Schweiz, Österreich und Frankreich machten es andersherum. Im Gegenzug wurden in Deutschland die Straßen kräftig ausgebaut. Deswegen heißen die Herren Ramsauer, Dobrindt und Scheuer auch die „Drei von der Tankstelle“. Die Schweiz hat eine Pünktlichkeitsquote von 92,5 Prozent, Deutschland 65,2 Prozent. Der Bundesrechnungshof 2019: „Das an Kapazitätsgrenzen stoßende Schienennetz ist marode.“ Das Schweizer Fahrplan-Modell sollte 2030 auf Deutschland übertragen werden. Das ist verschoben auf 2070 (Holger Gertz, SZ 22./23.4.23).

Wenn also die Herrschaften von der CSU wieder einmal, manchmal großsprecherisch (Atomenergie, Fracking in Südniedersachsen), daherkommen, wissen wir, was wir davon zu halten haben. Es ist ja Wahlkampf.

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