Kathryn Page Harden, 40, ist eine der bekanntesten Genforscherinnen weltweit. Dass sie ihre Wissenschaft nicht unterschätzt, liegt auf der Hand. Auch wenn viele Sozialwissenschaftler das nicht wahrhaben wollen. Frau Harden hat starke Argumente:
- „Wer sozialen Fortschritt will, muss das Genom erforschen.“
- Gute Gene erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Begabung sich in die richtige Richtung entwickelt.
- Rund 20 Prozent der Unterschiede in der schulischen Leistung sind auf Gene zurückzuführen. Ebenfalls rund 20 auf das Einkommen der Eltern
- Soft Skills sind weniger vererbbar.
- Die Gene bestimmen das körperliche Erscheinungsbild.
- Wohlhabende und hochgebiuldete Eltern sind gut darin, ihren Kindern den Weg zu ebnen.
- Heute studieren in den USA viel mehr Frauen als 1980. Da sich die Gene inzwischen aber nicht stark verändert haben, ist das auf gesellschaftliche Ursachen zurückzuführen.
- Frauen und Männer haben ähnliche genetische Voraussetzungen.
- Moralisch unerlaubt ist Forschung, die dazu dient, Rassenunterschiede als Begründung heranzuziehen.
- Es gibt Gene, die den Schulerfolg wahrscheinlicher machen, aber zugleich das Risiko erhöhen, an Schizophrenie zu erkranken. Sie sind also gut und schlecht zugleich (Bastian Brinkmann, SZ 8./9./10.4.23)