Das Landgericht Bonn hat Hanno Berger („Mr. Cum-Ex) zu acht Jahren Haft verurteilt. Wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung in drei Fällen. Bei Cum-Ex-Geschäften werden Aktien über den Dividendenstichtag hinaus im Kreis geschoben. Anschließend lassen sich die Inhaber die Kapitalertragssteuer erstatten oder anrechnen, die sie zuvor nur einmal oder gar nicht gezahlt haben. Berger setzte sich 2012 in die Schweiz ab, die ihn 2022 auslieferte. Steuerfahnder schätzen, dass dem Staat Einnahmen in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro entgangen sind (SZ 14.12.22).