3998: Werner Herzog mag die Psychoanalyse nicht.

Der Filmregisseur Werner Herzog wird 80. Er lebt seit längerem in Hollywood. Und ist dort gut integriert. Er trat in den „Simpsons“ auf und spielt regelmäßig Gastrollen in Hollywood-Produktionen wie „Star Wars“. Anerkannt wird er vor allem von Kollegen. Ansonsten hat er sich redlich den Ruf eines Exoten erarbeitet, der sich darauf kapriziert hat, quer zum Mainstream zu agieren. „Jeder für sich und Gott gegen alle“ ist der Titel seiner Autobiografie von 1974. Zugleich ein Filmtitel. Herzog steht für „Aguirre oder der Zorn Gottes“ und „Fitzcarraldo“. Aufgewachsen ist er im ländlichen Bayern. Seine Dreharbeiten sind manchmal wie Abenteuer organisiert. Dadurch hat er sich seinen Ruf erarbeitet. Seinen Vorlass hat er in die „Werner-Herzog-Stiftung“ eingebracht. Sein Hang zu endgültigen Aussagen ist erkennbar an dem Satz „Ich halte das 20. Jahrhundert in seiner Gesamtheit für einen Fehler“. Was für ein Schwachsinn! Vielleicht hat Herzog vorher lange nachgedacht. Dann bringt sein Denken eben nichts. Mit seiner Aussage „Ich wäre auch lieber tot, als zu einem Psychoanalytiker zu gehen.“ qualifiziert er sich als Patient der Psychoanalyse (David Steinitz, SZ 22.8.22).

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