Oskar Lafontaine hatte das Zeug zum großen Politiker. Analytisch, rhetorisch, von seiner Begabung her. Sein Lebenserk ist für Deutschland nicht unwichtig, sondern bedeutsam. Nun kandidiert unser Mann bei der saarländischen Landtagswahl am 27.3.22 nicht mehr. Und seine Partei, die Linke, scheint aufzuatmen.
Zwischendurch hatte Lafontaine immer wieder schwer Porzellan zerschlagen. Als SPD-Vorsitzender, als Linken-Vorsitzender. Das lag an seinen Verengungen beim Sozialismus und beim realen Sozialismus. Stellen wir uns einmal vor, Lafontaine wäre 1989/90 Bundeskanzler gewesen. Furchtbar. Nicht auszudenken. Zum Glück hatten wir Helmut Kohl als Kanzler der Einheit.
Heute sieht sich Oskar Lafontaine wieder einmal nicht in der Lage, eine treffende Russland- und Putin-Kritik abzuliefern. Wo doch alles so klar am Tage liegt. Lafontaine war immer zu sozialistisch verklemmt. Das bringt nichts Gutes.
Vielleicht dürfen wir aufatmen.