Im Alter von 99 Jahren ist Inge Deutschkron gestorben. Nach ihrer Autobiografie „Ich trug den gelben Stern“ (1978) hat sie sich energisch für das Gedenken an den Holocaust und für die Versöhnung von Juden und Deutschen eingesetzt. Vorzugsweise in Schulen. Die 1922 im brandenburgischen Finsterwalde geborene Deutschkron hatte mit ihrer Mutter im Untergrund überlebt und dabei partiell Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten. Das war eine Minderheit. Später arbeitete Deutschkron in Israel und Deutschland. Sie gründete den Förderverein „Blindes Vertrauen“ und rief im Rahmen ihrer Stiftung zur Courage auf (SZ 10.3.22).