3420: Facebook desinformiert Mütter.

1. Mütter sind für Facebook leichte Opfer, weil sie häufig verletzlich, überfordert und einsam sind.

2. Die Facebook-Müttergruppen haben Zehntausende von Mitgliedern, das gefällt der Werbung. Hier gibt es Riesensummen zu verdienen.

3. Hier verbringen Mütter viel Zeit und berichten über Privates. Das interessiert andere Mütter und Werbekunden.

4. Hier kann man Babyklamotten tauschen.

5. Die Mütter setzen sich gegenseitig unter Druck („Mommy Wars“).

6. Hier gibt es massenhaft Pseudowissenschaft: Etwa, dass nur Stillen gut für das Neugeborene sei. Auch wenn manche Mütter nicht stillen können oder wollen.

7. Gefeiert wird die „natürliche Geburt“ (am besten im Planschbecken im eigenen Wohnzimmer).

8. Es gibt Verfechter des Trends, die eigene Plazenta zu verspeisen, roh, gekocht oder zu Globuli verarbeitet.

9. Geschürt wird die Angst vor dem Impfen.

10. Querdenker verbreiten den Hashtag #WirLassenUnser KindNichtImpfen.

11. Manche Beiträge richten sich an Bioladen-Einkäuferinnen („Wissen Sie wirklich, was in diesen Impfstoffen enthalten ist.“), manche an Anti-Kapitalisten („Große Pharmakonzerne machen Geld mit diesen Impfstoffen.“), manche an „Libertäre“ („Lassen Sie sich nicht von der Regierung vorschreiben, was Sie in den Körper ihres Kindes stecken.“).

12. Die Posts von Impfgegnern und anderen Schwurblern beherrschen die Szene (Kathrin Werner, SZ 26.5.21).

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