Auf dem Rückflug von Kuba mit ihrem Mann ist die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz, 53, kollabiert und konnte trotz Notfalllandung in Irland nicht mehr gerettet werden. Die genaue Todesursache ist bisher unklar. Frau Strenz wird obduziert. Bei der Reise handelte es sich nicht um eine Dienstreise im Auftrag des Deutschen Bundestags. Frau Strenz war seit 2009 dessen Mitglied. Dreimal hatte sie ein Direktmandat in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen.
In die Schlagzeilen war Karin Strenz wegen ihres Eintretens für die autoritär regierte Kaukasusrepublik Aserbeidschan geraten. Als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats hatte sie das Land als Wahlbeobachterin besucht. Eine Untersuchungskommission warf ihr 2018 vor, Interessenkonflikte nicht offengelegt zu haben. Frau Strenz stand im Verdacht, über Umwege Geld aus Aserbeidschan angenommen zu haben. 2020 hatte es bei ihr eine Durchsuchung gegeben. Ermittelt wurde wegen des Verdachts auf Mandatsträgerbestechung und Geldwäsche.
Der Sprecher der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag, Eckhardt Rehberg, hat mitgeteilt, dass Karin Strenz wegen des Verstoßes gegen die Verhaltensregeln des Parlaments ein Ordnungsgeld über 20.000 Euro an den Bundestag entrichtet hat. Grund sei gewesen, dass sie Nebeneinkünfte erst verspätet gemeldet habe (SZ 23.3.21).