3272: Die republikanische Partei ist nicht mehr zu retten.

Hubert Wetzel (SZ 15.2.21) schreibt:

„Hat Donald Trump den Mob aufgehetzt, der am 6. Januar das Kapitol gestürmt hat? Ja. Haben die Demokraten das bewiesen? Ja. Hätte Trump wegen ‚Anstiftung zum Aufstand‘ verurteilt werden müssen? Ja. Aber er wurde nicht verurteilt – weil zu viele Republikaner das aus politischen Gründen, aus Angst oder Opportunismus nicht wollten.“

„Man kann aus dem Prozess drei Lehren ziehen. Erstens: Die republikanische Partei lässt sich nicht mehr retten. Da, wo früher Ehre, Integrität, Prinzipien oder auch nur Überlebensinstinkt waren, ist heute nur noch Trump, Trump, Trump.“

„Zweitens: Die Zeit, in der ein Impeachment das äußerste Mittel des Parlaments war, um einen gefährlichen Präsidenten loszuwerden, ist vorbei. Man sollte sich nach zwei Trump-Impeachments binnen dreizehn Monaten nicht wundern, wenn Amtsenthebungsverfahren künftig zur normalen Waffe des politischen Grabenkriegs in Washington werden.“

„Und drittens: Gegen böse politische Geister wie Donald Trump gibt es in einer Demokratie nur eine Abhilfe – Wahlen. Es ist Aufgabe der republikanischen Wähler zu verhindern, dass Trump je wieder ihr Präsidentschaftskandidat wird. Und es ist, wenn die Republikaner dabei wieder versagen, Aufgabe der amerikanischen Wähler zu verhindern, dass Trump noch einmal Präsident wird.“

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