Wer einen klimastabilen Mischwald will, muss den Bestand an Reh- und Rotwild verringern. Dazu bedarf es einer Novellierung des Bundesjagdgesetzes mit Mindestabschussquoten. Die 340.000 Jäger schießen jährlich über eine Million Rehe. Das ist zu wenig. Denn der Verbiss geht weiter. Insbesondere Eichen, Buchen und andere Laubbäume werden hochgradig verbissen. Manchmal bleiben nur hüfthohe Krüppelbäume. Und die Jäger wollen nicht mehr schießen, sie warten lieber auf den kapitalen Bock.
Schon Horst Stern forderte in „Sterns Stunde“ am Weihnachtsabend
1971
einen klar verstärkten Abschuss, um den Wald zu schützen. Er erntete einen Shitstorm (Maike Rademaker, taz 30.6.20).