Die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) sieht die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 als „Riesenfehler“. Die Maßnahme war unter der Ägide des Verteidigungsministers und Betrügers (Plagiat bei der Doktorarbeit und Aberkennung des Titels) Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beschlossen worden. Zweifellos hat Frau Högl recht, aber aus allen Fraktionen des Bundestags bis auf die AfD kommt Widerstand. Er wird begründet einmal mit dem „High Tech“-Charakter der Armee, mit fehlenden Ressourcen und mit Zweifeln an der These, eine Wehrpflichtarmee verkörpere besser den Querschnitt der Bevölkerung (FAS 5.7.20).
Ich habe selbst als Panzeroffizier in der Wehrpflichtarmee gedient (1965-1968) und erlebt, dass unsere Soldaten in der Praxis die Bevölkerung repräsentierten. Tendenzen, davon abzuweichen, gab es eher im Offizierskorps. Ich habe mich in der Armee wohlgefühlt. Und die Bundeswehr hat sehr viel getan, um mich dort zu halten. Aber ich wollte studieren.
Die Linken heute sind noch der Nationalen Volksarmee (NVA) verpflichtet, die in der Tradition der Roten Armee agierte.