2847: Wilfried Wiegand ist tot.

Der Kunst- und Filmkritiker Wilfried Wiegand war 33 Jahre bei der FAZ. Ihr langjähriger Feuilletonchef. Jetzt ist er im Alter von 83 Jahren in Berlin gestorben. Er lag meistens nicht auf der Linie des sozialliberalen Streams, aber darauf kam es ihm auch gar nicht an.

„Die Bereitschaft, der sich stetig erneuernden Weltwahrnehmung durch die Sinne zu vertrauen, war Wiegands unerschöpfliche Stärke. Das alles wurde dem Leser in einer einfachen Sprache vorgelegt, berlinisch-klassisch, auf eine freie ungenierte Art. Diese innere Freiheit erlaubte es ihm, schon früh in der Fotografie eine Kunst zu sehen, die nicht geringer als die Malerei ist. … er baute zusammen mit seiner Frau Uta Wiegand eine höchst bedeutende Fotosammlung auf, die inzwischen in den Besitz des Frankfurter Städels übergegangen ist.“ (Stephan Speicher, SZ 15.5.20)

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