1. 2017 sind in Deutschland 28.000 Menschen promoviert worden.
2. Viele nehmen an, dass ein Doktortitel an Glanz und Exklusivität verloren hat.
3. Das Promotionsverfahren ist an vielen Universitäten merkwürdig unklar. So konnten Ursula von der Leyen (CDU) und Franziska Giffey (SPD) ihre fehlerhaften Arbeiten taktisch über die Runden bringen („retten“). Oder müssen wir vom Versagen von Doktorvätern und -müttern sprechen?
4. Nach Daten des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover hat der Doktortitel auf dem Arbeitsmarkt nicht an Bedeutung verloren.
5. Ein Jahr nach ihrer Promotion verdienen Doktoren im Durchschnitt 4.500 Euro brutto im Monat. 1.000 mehr als der durchschnittlich Erwerbstätige.
6. Promovierte steigen in der Regel mit einem höheren Gehalt ein und haben bessere Perspektiven.
7. Zehn Jahre nach der Promotion haben es 57 Prozent der Doktoren in eine Führungsposition geschafft.
8. Doktoren gelten als leistungsbereit und durchhaltefähig. Bewerben sich mehrere gleich qualifizierte Kandidaten um eine Stelle, wird regelmäßig einer aus dem Kreis der Doktoren ausgewählt.
9. Geisteswissenschaftler verdienen im Schnitt weniger als andere Promovierte, weil es in Archiven und Museen weniger Leitungspositionen gibt als in Banken und Unternehmen. Dass Doktoren bevorzugt Taxi fahren, ist nur ein Klischee.
10. Es gibt kein Fach, in dem eine Promotion schädlich wäre, aber es gibt Fächer, in denen sie weniger nützlich ist.
11. Den DZHW-Zahlen zufolge ist für 86 Prozent der Promovierenden die Forschung an einem interessanten Thema zunächst der wichtigste Antrieb.
12. Doktoren promovieren nicht der Karriere wegen, und tun es am Ende doch (Bernd Kramer, SZ 19.11.19).