Vor der ARD-Hauptversammlung haben sich über hundert Auslandskorrespondenten der ARD und weitere Journalisten der Sender in einem Brief an ihre Intendanten gewandt. Sie protestieren dagegen, dass geplant ist, den „Weltspiegel“ sonntags zeitlich vorzuziehen, damit Sport vor der Tagesschau übertragen werden kann (FAZ 14.9.19). Gerade in Zeiten von Fake News und simplen Binsenweisheiten sollten Sendungen wie „Bericht aus Berlin“ und „Weltspiegel“ gestärkt werden und nicht marginalisiert. Schon vor einigen Jahren hätten die Politikmagazine (Monitor, Report München, Report Baden-Baden, Panorama, Fakt, Kontraste, Frontal und andere) zugunsten von Unterhaltung schlechtere Sendeplätze bekommen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) schloss sich der Kritik an. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ralf Stockmann und ich haben Ähnliches herausgefunden: Zur Auslandsberichterstattung von „Weltspiegel“ und „Auslandsjournal“. In: Siegfried Quandt/Wolfgang Gast (Hrsg.): Deutschland im Dialog der Kulturen. Medien – Images – Verständigung. Schriftenreihe der DGPuK, Band 25, Konstanz 1998, S. 73-87.