2478: Frieder Burda ist tot.

Der 1936 als Sohn des Verlegerehepaars Aenne und Franz Burda geborene Frieder Burda ist gestorben. Seine Lebensaufgabe war das Sammeln von Kunst, das er mit einer Professionalität und Systematik betrieb, denen sich inzwischen eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen der Nachkriegskunst verdankt. Begonnen hatte das 1968 auf der Documenta 4 in Kassel. Frieder Burda konzentrierte sich auf seine Zeitgenossen und erwarb u.a. repräsentative Auswahlen von

Gerhard Richter und

Sigmar Polke.

Stets ließ sich bei ihm ein Hang zum Expressionistischen erkennen. Wofür

Georg Baselitz, Eugen Schönebeck, Jackson Pollock und Willem de Kooning

stehen. Der Öffentlichkeit schenkte Frieder Burda seine Sammlung im Museum Burda (wo er selbst für den Unterhalt und den anspruchsvolen Ausstellungsbetrieb aufkam) in Baden-Baden (ein Bau des New Yorker Architekten Richard Meier) (Peter Richter, SZ 16.7.19). Es passt zu uns, die wir keine Kunstexperten sind, aber am Kunstgenuss teilhaben möchten. Meine Frau und ich hatten das Glück, relativ früh diesen Genuss zu erleben.

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