Die MH 17 aus den Niederlanden wurde 2014 über der Ost-Ukraine abgeschossen. Vermutlich von einer russischen Militäreinheit. Vier ihrer Mitglieder sind im März 2020 in Den Haag angeklagt. Sie werden vor Gericht nicht erscheinen. Es hatte damals 298 Tote gegeben. In dem von Russland mit seinen Geheimdiensten und seinem Militär in Gang gesetzten Krieg. Die Staatsanwaltschaft der Niederlande hat Anklage erhoben nach einer Ermittlung durch Behörden in fünf Ländern. Einige wichtige Beweisstücke sind heute schon für jedermann einsehbar:
www.om.nl/onderwerpen/mh17-crash.
In dem Prozess geht es um die Schuld Russlands. Und um Gerechtigkeit für die Angehörigen der 298 Opfer. Wahrscheinlich gibt es Schadenersatzklagen von Hinterbliebenen gegen Russland. Und das in einer Zeit, in der einzelne deutsche Politiker trotz Moskaus rechtswidriger Annexion der Krim ein Ende der Sanktionen gegen Russland verlangen.
Der Prozess erinnert daran, dass statt eines Endes der Sanktionen weitere gegenüber Moskau angebracht wären (Florian Hassel, SZ 21.6.19)