2443: Ost-CDU wackelt – in Richtung AfD

Die CDU hat auf ihrem letzten Parteitag beschlossen: „Die CDU Deutschland lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“ Generalsekretär Ziemiak twittert: „Für ALLE noch einmal zum Mitschreiben: Die CDU lehnt jede Koalition oder Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab!!!“ Der CDU-Chef von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, beteuerte auf einer extra einberufenen Pressekonferenz, es werde „keine institutionelle oder strategische Zusammenarebeit mit der AfD“ geben.

So weit, so gut.

Dann aber behaupten die stellvertretenden Fraktionschefs der CDU in Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas und Lars-Jörn Zimmer, CDU und AfD hätten ähnliche Ziele. Die Union habe Wähler verprellt, indem sie „multikulturelle Strömungen linker Parteien und Gruppen“ nicht ausreichend entgegengetreten sei. Sie beklagen „ungesteuerte Migration“ und eine „Zunahme an neuer brutaler Kriminalität“. Koalitionen mit der AfD dürften nicht generell ausgeschlossen sein (Robert Rossmann, SZ 21.6.19).

Ja, wenn die CDU so denkt wie die AfD, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass dies Wasser auf die Mühlen der AfD ist und die AfD Wahlen gewinnt (drei Landtagswahlen in den neuen Bundesländern).

Es schaudert einen.

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