Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) steht das Kunststoffgranulat, das bei Kunstrasen zum Schutz der Spieler zwischen den Halmen verfüllt ist, im Verdacht, die Umwelt stark zu belasten. 11.000 Tonnen des Gummigranulats, das aussieht wie körniger Instantkaffee, sollen der Studie zufolge pro Jahr von deutschen Kunstrasenplätzen in die Umwelt gelangen, deutlich mehr als etwa durch Kosmetika oder Wasch- und Reinigungsmittel. Als Mikroplastik gelten kleinste Kunststoffteilchen, die über Wind, Regen oder auf anderen Wegen in die Umwelt gelangen. Dort werden die Partikel unter Umständen von Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen. Im vergangenen Jahr haben Forscher der Universität Wien zum ersten Mal Mikroplastik im Menschen nachgewiesen. Über die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ist bislang wenig bekannt (Louis Gross, SZ 6.5.19).