2251: Wozu brauchen wir Wölfe ?

1998 haben Förster zwei Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz (bei Görlitz) entdeckt. Seither vermehren sich die Wölfe in Deutschland kontinuierlich. Über 700 sind mittlerweile nachgewiesen. Vor allem in allen ostdeutschen Bundesländern, in Niedersachsen und Hessen. Wenn es mehr Wölfe in Bayern und Baden-Württemberg gebe, wäre ihre politische Behandlung eventuell anders. Denn der Wolf spaltet die Gesellschaft. Naturschützer und Grüne wollen sie, die AfD will sie wieder ausrotten. Und das angesichts von drei Landtagswahlen im Osten, in Brandenburg, Thüringen und Sachsen. Wozu brauchen wir die Wölfe eigentlich, nachdem wir mehrere hundert Jahre ohne sie ausgekommen sind?

In Sachsen sind 18 Wolfsfamilien und vier Paare nachgewiesen. Hier gibt es ein Wolfskontaktbüro. Und im Jahr 2018 132 Angriffe auf Nutztiere mit 232 getöteten Tieren. Hier will Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) seinen Wahlkreis Görlitz und die Landtagswahlen wieder gewinnen. Die Stimmung in Ostsachsen ist schlecht und gegen Angela Merkel und die Wölfe gerichtet (hängt nicht alles mit allem zusammen?). Landwirte, die ihre Herden ordnungsgemäß schützen, werden vom Land Sachsen finanziell entschädigt (Ulrike Nimz, SZ 10.1.19).

Wölfe leben in Familien (Rudeln) und fressen hauptsächlich Rehe und Hirsche, manchmal Wildschweine, seltener Schafe, Ziegen und Rinder. Jäger bemerken, dass es kaum noch Rotwild in den Wäldern gebe. Dafür immer mehr zerfetzte Weidetiere. Der Wolf nehme teilweise nicht mehr Reißaus vor dem Menschen. Er überwinde die aufgestellten Schutzzäune in der Regel leicht. Bei problematischen Tieren werde ein Abschuss nur geprüft. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Wolfsbestände „regulieren“. Das ist der übliche pflaumenweiche Opportunismus.

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