Die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann wird 80. Dazu schreibt Andreas Kilb (FAZ 15.12.18):
„Ingmar Bergman war Liv Ullmanns Schicksal. Seine Filme haben sie zu dem gemacht, was sie in den sechziger und siebziger Jahren war: eine der größten Schauspielerinnen des Weltkinos. Als sie sich trafen, war Ullmann, geboren in Tokio als Tochter eines norwegischen Ingenieurs und aufgewachsen in Toronto, New York und Trondheim, siebenundzwanzig und Bergman zwanzig Jahre älter. Sie drehten ‚Persona‘ und ‚Passion‘ und ‚Die Stunde des Wolfs‘, Liv Ullmann bekam ein Kind, und Bergman baute für sie ein Haus auf der Ostseeinsel Farö. Fünf Jahre blieben sie zusammen, er nannte sie seine Stradivari, und sie nannte ihn, nach der Trennung, den Menschen, der ihr am meisten weh getan habe im Leben. Aber als sie selbst mit dem Regieführen anfing, verfilmte sie eines seiner Drehbücher, und am Tag vor seinem Tod flog sie nach Farö und dankte ihm für alles, was er ihr gegeben hatte. Es gibt solche Paare im Kino immer wieder, aber es ist selten, dass der eine dem anderen dabei auf Dauer gewachsen ist. Diese beiden waren es.“