1. In den letzten Jahren häufen sich in der Psychologie Studienergebnisse, die nicht zu stimmen scheinen. Das untersucht Sebastian Hermann in der SZ (1./2.12.18).
2. Gemessen werden viele Male Artefakte.
3. Deswegen sprechen viele Forscher von der Krise der Disziplin.
4. Es ist eine Replikationskrise, weil es häufig nicht gelingt, Studienergebnisse bei Wiederholungen zu bestätigen.
5. Die Lage kann man so sehen, dass dadurch Verbesserungen möglich werden. Oder so, dass damit ein Niedergang beschrieben wird.
6. 2011 schien der Psychologe Daryl Bem Nachweise für eine Präkognition gefunden zu haben, also eine Art Hellseherei.
7. Es sollte keine Replikation nötig sein, um Hellseherei als Unfug zu erkennen.
8. Neue, überraschende und antiintuitive Ergebnisse lassen sich leichter publizieren als andere.
9. Dabei gilt dann immer die Regel: Der Erste wird gehört, der Zweite ignoriert.
10. Bei Replikationen, welche die ersten Ergebnisse nicht bestätigen, weigern sich Fachjournale häufig, sie zu drucken.
11. Ob das repräsentativ ist für die ganze Psychologie, weiß niemand genau. Aber wir sind misstrauisch geworden gegenüber unserer eigenen Forschungsliteratur.
12. Beim Priming steht die Idee, dass etwa schon Gedanken ans Altern uns langsamer gehen lassen.
13. Wissenschaftliche Qualität besteht nicht darin, was herauskommt, sondern darin, wie etwas untersucht wird.
Fazit: Es besteht eine Krise der Psychologie. Aber viele Psychologen wollen das nicht wahrhaben. Wie sieht es eigentlich in der Pädagogik aus?