2184: Wahrscheinlich die letzte Chance für die SPD: Friedrich Merz

Allenthalben lese ich, dass die SPD aus sich selbst heraus wohl nicht in der Lage sei, sich wieder zu beleben. Dazu fehle es an Inhalten und Personal. Sie werde wohl den Weg ihrer französischen und italienischen Schwesterparteien gehen. Gegenargumente fallen mir dazu kaum ein, so sehr ich mir sie auch wünsche.

Da kommt die CDU ihrem Koalitionspartner ungewollt zur Hilfe. Bei dem Versuch, nach Angela Merkels Rückzug ihrerseits einen Neustart (aus ganz anderen Gründen als die SPD) hinzubekommen, treten drei Kandidaten für den Parteivorsitz an: Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer. Spahn hat anscheinend nicht mit Merz‘ Kandidatur gerechnet. Dahinter soll Wolfgang Schäuble stecken. Aus Rache? Jedenfalls ist ein „konservativer“ Kandidat zu viel.

Der SPD würde Friedrich Merz guttun. Er ist ein klassischer Vertreter des Neoliberalismus, der in der Wirtschaftskrise 2008 gescheitert ist. Als gegenwärtiger Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock vertritt er die Interessen von Kapitalanlegern, Großinvestoren und Steuervermeidern. Und das in einer Zeit, in der

bezahlbare Wohnungen, sichere Renten, Chancengleichheit in der Bildung und der Kampf gegen die Klimakatastrophe

angesagt sind. Vielleicht kann Merz die SPD wieder beleben. Für die CDU ist Frau Kramp-Karrenbauer die beste Kandidatin.

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