Der französische Finanzminister Bruno Le Maire warnt die Bundesregierung davor, europäische Reformen weiter aufzuschieben. „Die Entscheidungen drängen. Wir können nicht mehr warten.“ Die innenpolitische Situation dürfe nicht „zum Vorwand dafür genommen werden, dringende europäische Entscheidungen hinauszuzögern“. Le Maire meint zwei Vorhaben:
1. die umstrittene EU-Digitalsteuer,
2. ein Euro-Zonen-Budget.
Die Steuer, die Internetkonzerne treffen würde, müsste bis Ende 2018 beschlossen werden. Le Maire warnt vor einem Ende der Währungsunion. „Es wird eine Euro-Zonen-Budget geben oder es gibt irgendwann keine Eurozone mehr.“ (AM, LKL; SZ 4.10.18)