Vertreter der namibischen Volksgruppen der Herero und Nama haben in Berlin erneut an die Massaker an ihren Vorfahren erinnert. Sie forderten von der Bundesregierung eine Entschuldigung und Entschädigungen. Die Verbrechen an den Herero und Nama im heutigen Namibia gelten als der erste Völkermord im 20. Jahrhundert. Im Jahr 1904 hatte der deutsche Gouverneur von Deutsch-Südwest, Lothar von Trotha, die planmäßige Vernichtung der Herero angeordnet. Diese hatten sich gegen Landraub und Willkürherrschaft der Deutschen aufgelehnt. Mindestens 60.000 Herero wurden getötet. Die deutschen Soldaten drängten anschließend die überlebenden Männer, Frauen und Kinder in die Wüste und schnitten sie von Wasserstellen ab. Viele verdurstetetn. Vom Stamm der Nama starben etwa 10.000 Menschen. Die Bundesregierung verhandelt seit vier Jahren mit Namibia über eine Aufarbeitung (SZ/afp 28.8.18).