2081: Journalisten – Streiter für die liberale Demokratie

Das irrlichternde Verhalten von Donald Trump habe ich von Anfang an nicht verstanden. Geschweige denn, dass ich begreifen konnte, wie man solch einen vulgären Bauunternehmer zum Präsidenten der USA wählt. Mein Nicht-Verständnis ging und geht so weit, dass ich mich manchmal nicht einmal mehr zur Analyse fähig fühle. Aber das geht ja nicht. Denn dass dieser Mann Schaden in der Weltpolitik anrichtet, steht fest. Neuerdings müssen wir wohl damit rechnen, dass Trump von Russland erpresst werden kann.

Trumps Informationsverhalten (Aussage, Dementi, Dementi des Dementis, am Ende alles ein Versprecher), ein in rascher Folge hingelegtes Zickzack soll wohl dazu dienen, dass am Ende keiner von uns mehr weiß, wo oben und unten und wo vorne und hinten ist.

Der Medienanalytiker und Blogger Sascha Lobo empfindet das als Missbrauch. Er schreibt: „Mir kommt es vor, als funktioniere die klassisch-journalistische Trennung von Berichterstattung und Meinung in Zeiten des autoritären Backlash nicht mehr. Denn sie wird missbraucht. Ich glaube, dass Journalisten heute qua Beruf auch Streiter für eine liberale Demokratie sind und dass sich dieser Umstand in den Nachrichten viel deutlicher spiegeln sollte.“ (Christian Geyer, FAZ 21.7.18)

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