Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro ist mit 68 Prozent für sechs Jahre wiedergewählt worden. Die Wahlbeteiligung betrug 46 Prozent (vorher: rund 80 Prozent). Die Opposition hatte zum Wahlboykott aufgerufen. Dabei ist die Lage im Land dramatisch schlecht. Die komplette Infrastruktur ist zusammengebrochen, die Nahrungsmittelversorgung funktioniert nicht, viele Menschen hungern, das Gesundheitssystem ist beinahe nicht mehr existent. Bei einer Hyperinflation von 13.000 Prozent gibt es praktisch kein Bargeld mehr. Maduro hat bisher alle internationalen Hilfsangebote abgeblockt, weil er dann zugeben müsste, dass sein Sozialismus nicht funktioniert. Den hatte er von seinem Vorgänger
Hugo Chavez
übernommen. Wir erkennen, dass der Wahlboykott falsch war (Boris Herrmann, SZ 22.5.18).