Der aus Israel stammende Psychologe Ahmad Mansour, 41, ein Muslim, der früher selbst Islamist war, warnt vor dem politischen Islam (Zeit 15.3.18):
1. Zur „Generation Allah“ zählt er „Jugendliche, die in Bottrop, Offenbach oder Schwerin aufgewachsen sind, aber einen nahezu totalitären Gottesbegriff pflegen, Kindern, die das Fürchten gelehrt wurde vor einem patriarchalisch strafenden höchsten Wesen. Ihre Welt ist schwarz und weiß, gut und böse, rein und unrein, halal und haram. Gott ist für sie eine Art Staatsanwalt, der Koran ein Gesetzbuch. Sexualität ist bedrohlich, weil verboten. Und im Hier und Heute sind die Muslime in ihren Augen stets Opfer – der Behörden, des Westens,, der Medien, der Amerikaner, der Juden.“
2. „In den Moscheen hören die Gläubigen Tag für Tag, der ganze Westen stehe dem Islam feindselig gegenüber, weshalb er generell abzulehnen sei, insbesondere in seiner Haltung gegenüber unzüchtiger Kleidung, Eros, Liebe und Religion. Und sie hören, dass dem Koran Wort für Wort geglaubt werden müsse, weil jeder Buchstabe von Allah diktiert sei.“
3. „Dem Minderwertigkeitsgefühl der Haltsuchenden begegnen die Dschihadisten mit einer Bilderwelt des Grandiosen. Sie präsentieren sich im Internet mit bombastisch-brutaler Hollywood-Ästhetik.“
4. Das Publikum wird ständig jünger und weiblicher.
5. Eine wesentliche Bedingung für den politischen Islam ist das Nicht-Wissen.
6. Es herrschen Verschwörungstheorien insbesondere zum Nahostkonflikt.
7. Muslimische Dachverbände wie Ditib und der Zentralrat der Muslime wehren sich gegen eine kritische Debatte des traditionellen Islamverständnisses.
8. Linksliberale und grüne Deutsche stellen sich aus falsch verstandener Toleranz gegen jede Kritik am Islam.