1961: Lit-Verleger zieht Unterschrift zurück.

Der Verleger des Lit-Verlags, Wilhelm Hopf, hat seine Unterschrift unter die „Gemeinsame Erklärung 2018“ zurückgezogen, nachdem die Lektoren und Programmgestalter des Verlags und viele Autoren sich von seiner Unterschrift distanziert hatten. Die Unterschrift sei ein Fehler gewesen, heißt es in einer „Stellungnahme“. Er habe „ohne Prüfung“ der Initiatorin vertraut und „nicht genügend wahrgenommen, dass die Erklärung zu vereinfachenden populistischen Folgerungen verleitet“.

Seine Haltung zur Migrationspolitik komme in der Erklärung „nicht in der für die Debatte notwendigen Differenziertheit zum Ausdruck“. Er habe nicht berücksichtigt, dass er immer im Zusammenhang mit Autoren und Lektoren gesehen werde. Die „Gemeinsame Erklärung 2018“ entspreche „in keiner Weise der Programm-Pluralität des Verlags“. Der Lit-Verlag versteht sich als einer der führenden deutschsprachigen Wissenschaftsverlage mit interdisziplinärer, internationaler Ausrichtung (SZ 12.4.18).

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