Der SZ-Chefredakteur Kurt Kister schreibt zur Regierungsbildung (SZ 8.2.18):
„Nichts fällt leichter, als die Regierung, so wie sie sich abzeichnet, zu kritisieren, egal wo man politisch steht. Und dennoch ist sie das Beste, was unter den gegebenen Umständen möglich war. Diese Umstände sehen so aus: Die Jamaika-Koalition ist an der FDP gescheitert, auch wenn man das in der FDP anders sieht. Eine Minderheitsregierung ist keine Option, weil Angela Merkel und die CDU dieses Experiment nicht eingehen würden. Neuwahlen schließlich wären falsch, denn Wahlen dürfen nicht nur deswegen wiederholt werden, weil sich Parteien nicht auf politisch durchaus mögliche Koalitionen einigen wollen.“