1857: Schulz sollte Minister werden.

Dazu schreibt Nico Fried (SZ 25.1.18):

„Wenn … Schulz Vorsitzender bleibt, aber nicht Minister wird, hat die SPD drei Machtzentren: Die Partei mit Schulz, die Fraktion mit Andrea Nahles und die Regierung mit einem Vizekanzler oder einer Vizekanzlerin. Wer wissen möchte, wie so etwas nicht funktioniert, muss nur zur ersten großen Koalition von Angela Merkel zurückblicken. Damals verzichteten die SPD-Parteichefs (erst Matthias Platzeck, dann Kurt Beck) auf Ministerposten in Berlin. Prompt rivalisierten sie wiederholt mit dem sozialdemokratischen Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering. Das wiederum stürzte die Fraktion unter Peter Struck in schwere Loyalitätskonflikte.

Stattdessen muss sich die SPD, so es dazu kommt, zu einer Regierung bekennen. Dazu gehört auch, endlich zu akzeptieren, dass die Wende vom Nein zu Ja zu einer großen Koalition nicht das Versagen der SPD dokumentiert

(nämlich das der FDP, W.S.),

sondern ihre Kraft, auf das Versagen anderer im Sinne des Ganzen zu reagieren. Dann aber bindet einen Parteichef Schulz auch keine Absage mehr, die er unter anderen Voraussetzungen gegeben hat.“

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