1759: Siemens: Energiewende kostet 6 900 Arbeitsplätze.

Siemens streicht in der Kraftwerks- und Antriebssparte 6 900 Arbeitsplätze weltweit, die Hälfte davon Deutschland. Betroffen sind die Standorte Mülheim, Offenbach, Erlangen, Berlin, Leipzig, Essen, Duisburg, Erfurt und Görlitz. Das kommt von der Energiewende. Überall verdrängen kleine dezentrale Anlagen Großkraftwerke mit ihren riesigen Gasturbinen. Immer mehr Haushalte werden von Konsumenten zu Produzenten und speisen selbst Strom ins Netz ein. Entwickelt werden große Energiespeicher, dadurch sind zunehmend Großkraftwerke überflüssig. Und die Konkurrenz etwa bei Windanlagen wächst global. Das ist für den Endabnehmer gut. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist grundsätzlich richtig, muss aber dringend nachgebessert und flexibler gestaltet werden, damit nicht der kleine Privatkunde die Zeche zahlt.

Widerstand dagegen kommt von der IG Metall und von der Politik. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der bereits seinen Rücktritt angekündigt hat, bezeichnete die Schließung von zwei Standorten in Sachsen als „unverantwortlich“. Und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zeigte sich „wütend und empört“ (Caspar Busse/Thomas Fromm SZ 17.11.17; Markus Balser SZ 17.11.17).

Auf der Tagesordnung: die Nachbesserung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.