Beim Eröffnungskonzert der „Proms“ in der Royal Albert Hall hatte der deutsch-russische Pianist Igor Levit am vergangenen Samstag als Zugabe Ludwig van Beethovens „An die Freude“ gespielt, die
Europahymne.
Am Sonntag war dann die Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim mit einem Edward Elgar-Programm zu Gast. Danach wandte sich Daniel Barenboim an das Publikum und wandte sich gegen den zeitgenössischen
Isolationismus.
Er habe selbst viele Jahre in Großbritannien gelebt, sei hier verheiratet gewesen und habe viel Zuneigung erfahren. Das bewege ihn zu dieser Intervention. „Wenn man die Schwierigkeiten betrachtet, die der europäische Kontinent gerade erlebt, dann erkennt man, dass der Grund dafür ein Mangel an Bildung ist. Weil die Menschen in einem Land nicht wissen, warum sie etwas angehören sollten, zu dem auch andere Länder gehören.“ (Alexander Menden, SZ 18.7.17)