1615: Was wollen die G 20-Gegner ?

Die G 20 bestehen aus 19 Staaten und der EU. Diese Vereinigung ist dazu da, den internationalen Handel zu organisieren, ihn also zu fördern, den Finanzsektor zu regulieren und den Klimaschutz zu gewährleisten. Keine leichten Aufgaben. Unter der zur Zeit herrschenden deutschen Präsidentschaft sind in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017 insbesondere die ökonomische Förderung Afrikas und die Gesundheitspolitik auf der Tagesordnung. Dabei geht es nicht zuletzt darum, die Ursachen für die weltweiten Fluchtbewegungen zu bekämpfen. Italien hat ja bereits damit gedroht, seine Häfen für ausländische Schiffe zu schließen, die Flüchtlinge an Bord haben.

Es gibt also genügend Gründe, der G 20 Erfolg zu wünschen.

Die „antikapitalistischen“ G 20-Gegner wollen das Gegenteil. Sie sind insbesondere gegen den freien Welthandel. Damit teilen sie partiell die Positionen, die

Donald Trump und Pegida/AfD

einnehmen. Zu einer schlüssigen, vollständigen Analyse sind sie nicht in der Lage. Das verbindet sie mit den Linken in aller Welt.

Die G 20-Kritiker gibt es seit 20 Jahren. Für sie sind die G 20 Teil des Problems, nicht der Lösung. Massive Proteste gab es erstmals 1999 in Seattle (USA). Die Polizei hat anfangs schwere Fehler begangen, indem sie nicht präventiv und in Gesprächsoffensiven vorging, sondern nur mit Gewalt. So kam es 2001 auf dem G 8-Gipfel in Genua (Italien) zu einem Todesopfer, das sich danach sehr gut als Märtyrer eignete. Die G 8 sind die sieben stärksten Industriestaaten und Russland. Die europäischen Regierungschefs (der EU etc.) treffen sich turnusgemäß seither nur noch in Brüssel. Dort ist die Lage eher sicher. 2007 gelang es den Protestanten in Heiligendamm (Deutschland), ein Boot in den Sicherheitsbereich einzuschleusen. Beim G 7-Gipfel in Elmau (Deutschland) 2015 wurden die Zufahrtswege zum Gipfel blockiert.

In Hamburg droht linke Gewalt aus dem Schanzenviertel. Besonders gewalttätig sind häufig auch militante Tierschützer. Die Polizei und die Bundespolizei haben sich intensiv auf Hamburg vorbereitet. 20 000 Polizistinnen und Polizisten stehen bereit (Ralph Bollmann, FAS 2.7.17).

Hoffentlich verläuft der Protest überwiegend  friedlich. So hat er heute begonnen.

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