1571: Wie sieht es in unseren Moscheen aus?

Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass immer dann, wenn irgendwo der internationale Terrorismus zuschlägt, Menschen beteiligt sind, die zumindest nominell Muslime sind. Ich frage mich schon lange, was eigentlich die Moscheen dagegen tun. Wahrscheinlich wenig, wenn die meisten nicht sogar Terroristen implizit anfeuern.

Der ARD-Journalist Constantin Schreiber („Tagesthemen“) hatte in seinem „Moscheereport“ gezeigt, für den er 20 Moscheen besucht und dort die Verantwortlichen interviewt hatte, dass die Imame die Abgrenzung von der deutschen Gesellschaft predigten, Literatur empfahlen, in der Hetze gegen Nicht-Muslime betrieben wurde, Integration behinderten.

Schlimme Zustände. Nicht hinnehmbar!

Nun hat der Blogger Akif Sahin mit der Selbstkritik begonnen. Er ist in Deutschland als Muslim aufgewachsen und hat über 15 Jahre Bildungs- und Jugendarbeit für junge Muslime gemacht. Mittlerweile fühlt er sich in der Moschee, in der er sozialisiert worden ist, nicht mehr wohl.

Sahin schreibt: „Wir wurden als Kinder in der Moschee vom Imam mit einem Stock geschlagen. Unsere Eltern haben dies ausdrücklich erlaubt; Knochenbrüche gehörten in der Moschee zur Erziehung dazu; man erzog uns zu Islamisten und Nationalisten. Kritische Distanz zu Parteien gab es damals nicht und gibt es auch heute nicht; wir lernten, Juden und Christen zu hassen. Interreligiöser Dialog wird heute noch weitgehend verteufelt; wir hörten, dass die Deutschen unsauber seien. Deutsche Freunde waren verpönt. Die Imame lehrten uns, dass wir Allah und die Hölle zu fürchten hätten. Allah zu lieben war kaum ein Thema; ein Imam hatte eine Affäre mit seiner Praktikantin und ließ sie nach einem Jahr wieder fallen; einer Frau wurde vom Imam geraten, die Schläge ihres Ehemanns zu ertragen. Das mache sie zu einer besseren Gläubigen.“ (Die Zeit 11.5.17)

Das darf auf keinen Fall hingenommen werden. Zu verlangen ist ein deutschsprachiger Imamunterricht an deutschen Universitäten. Imame aus dem Ausland (insbesondere Türkei und Saudi Arabien) dürfen in Deutschland nicht mehr zugelassen werden.

Ist das eigentlich politisch so schwer? Oder kaufen diese Staaten dann keine Waffen mehr bei uns?

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