Der „Tagesschau“-Moderator Constantin Schreiber hat acht Monate in Moscheen in Deutschland recherchiert (Stern 23.3.17; Die Zeit 30.3.17). Einen Islam, der sich für Integration einsetzt, hat er nicht gefunden. Die Website „moscheebesuche.de“ listet Anfang 2017 180 Minarette und 2284 Moscheen in Deutschland auf. Ein offizielles Moscheeverzeichnis gibt es nicht. Häufig waren Moscheen bereits geschlossen, anderswo existierten welche, die nicht registriert waren. Von den Imamen sprach kaum einer deutsch. Ihre Hauptbotschaft: Abgrenzung und Bewahrung der eigenen Identität gegen deutsche Einflüsse. In den Moscheen traf Schreiber viele junge Männer und viele Flüchtlinge. Zur Sprache kam etwa die „Weihnachtsgefahr“!
„Mein Fazit: Konkrete Aufrufe zur Gewalt oder eine Verherrlichung des Dschihad habe ich nicht erlebt. Trotzdem war ich ernüchtert. Ich würde hier gerne ein positives Beispiel anführen, eine Predigt der Weltoffenheit. Das geben meine Recherchen nicht her.“
Da hilft vor allem eins: Imamausbildung auf Deutsch und in Deutschland, keine Zuständigkeit der arabischen Religionsministerien mehr.