1517: Doping in der Bundesrepublik

Hinterher haben ja immer alle Beschgeid gewusst. Und klar war, dass es in der alten Bundesrepublik Doping in großem Stil gegeben hat. Aber es bedarf in der Regel erst der Wissenschaft, bis manches so richtig klar ans Licht gebracht wird. Wie jetzt durch die Doktorarbeit von

Simon Krivec

an der Universität Hamburg. Darin haben 31 ehemalige bundesdeutsche Leichtathleten zugegeben, in ihrer Zeit als Hochleistungssportler gedopt zu haben. Die meisten davon anonym. Wir kennen aber einige Athleten mit Namen. Diejenigen nämlich, die Doping zugegeben haben:

Klaus-Peter Hennig (Diskus), Manfred Ommer (Sprint), Alwin Wagner (Diskus), Walter Schmidt (Hammerwerfen). Sie sind nicht die Nestbeschmutzer, sondern die Ehrlichen, die ich lobe. Christel Justen (Schwimmen), Birgit Dressel (Siebenkampf), Ralf Reichenbach (Kugelstoßen) und Uwe Beyer (Hammerwerfen) sind bereits tot und können keine Aussage mehr machen (Johannes Knuth, SZ 29.3.17).

Der heutige Hochleistunsgsport ist moralisch am Ende, nämlich vom Doping bestimmt. Und wenn ein Bundesminister wissentlich einen bestimmten Prozentsatz an Medaillen fordert, dann ist er schief gewickelt. Bitte keine Subventionen (Steuergelder) für den modernen Hochleistungssport mehr. Wenn Hochleistungssportler sich selbst finanzieren, dürfen sie machen, was sie wollen. Auch Dopen. Das ist Zirkus.

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