1411: Die USA sind immer und an allem schuld.

Angesichts des ungeheuren menschlichen Elends in Syrien, von dem wir aber schon seit sehr langem wissen, interviewt Julia Encke den Militärhistoriker Sönke Neitzel (Universität Potsdam) für die FAS (18.12.16).

FAS: Man hat den Eindruck, dass diejenigen, die Barack Obama heute Untätigkeit vorwerfen, denselben Obama verdammt hätten, hätte er sich für ein militärisches Engagement entschieden.

Neitzel: Das ist genau die

Doppelmoral.

Egal, was Washington tut, es wird immer empört verurteilt. Wenn die Vereinigten Staaten interveniert hätten, hätte es geheißen: Skandal! Es ist doch schon im Irak gescheitert. Wo ist eure Strategie? Wenn sie nicht eingreifen, wird kritisiert, dass sie untätig zuschauen.

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