1301: Papst Franziskus‘ roter Faden

Papst Franziskus erste Reise als Papst führte ihn zur Insel Lampedusa, wo er des Todes vieler Flüchtlinge im Mittelmeer gedachte. „Über jene Ertrunkenen erschrak damals auch die Welt; aber in Brüssel, Berlin oder Warschau folgte aus dem Erschrecken kein Plan, den Afrikanern in Not zu helfen, in der Nähe ihrer Heimat oder in Europa.“

Auf dem katholischen Weltjugendtag in Krakau zeigte sich, dass der Papst seinen roten Faden nicht verloren hat. Er rief die Polen dazu auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Eingedenk des Mottos des Weltjugendtags „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“ Die Jugend der Welt hat der Papst aufgefordert, sich in die „Abenteuer der Barmherzigkeit“ zu stürzen. „Öffnet euch für große Dinge! Habt keine Angst, seid nicht zimperlich. Träumt von einer Welt, die mit euch anders wird!“

Papst Franziskus bleibt ein Unruhestifter.

Das finden viele Katholiken nicht gut. Angeblich hoffen einige seiner Kritiker schon, dass der Papst anlässlich seines 80. Geburtstags im Dezember zurücktritt. Gar nicht erreicht hat der Papst den Chef der polnischen Regierungspartei, Jaroslaw Kaczynski, einen überzeugten Katholiken. Der meinte zu den Flüchtlingen, sie brächten „Cholera auf die griechischen Inseln, Ruhr nach Wien und alle Arten von Parasiten und Bakterien“ (Jörg Bremer, FAS 31.7.16)

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